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Oh wie schön ist… El Salvador

Dieses Land hat es wirklich nicht leicht. Zwölf Jahre Bürgerkrieg. Drogenbanden und eine der höchsten Mordraten der Welt. Armut, Korruption und Straßenkriminalität. Und wir haben in El Salvador eine wirklich schöne Zeit verbracht. Wie passt das alles bloß zusammen?

Wir wissen es nicht. Aber wir haben uns das oft gefragt. Der Bürgerkrieg ist erst seit zwanzig Jahren vorbei. Das ist nicht gerade viel Zeit, wenn man bedenkt, wie brutal damals gekämpft wurde - Dörfer wurden in Schutt und Asche gelegt, Kinder zwangsrekrutiert. 70.000 Menschen mussten sterben. Viele der Waffen sind noch immer im Umlauf. Heute ist das wohl größte Sicherheitsproblem in El Salvador die Bandenkriminalität. 20.000 bis 35.000 Jugendliche und junge Männer gehören laut Schätzungen einer “mara” an. Diese Banden schmuggeln Drogen von den Anbauländern in den Anden durch Zentralamerika in die USA. Sie sind laut Angaben der Polizei auch für Menschenschmuggel, Entführungen und die Hälfte aller Morde in El Salvador verantwortlich. Da läuft man abends lieber nicht ohne Not auf der Straße herum.

Und doch haben wir uns in diesem kleinen Land, das als so gefährlich gilt, sehr sicher gefühlt. In San Salvador stehen an jeder Ecke bewaffnete Wachleute. Es gibt mehr Security Guards von registrierten privaten Sicherheitsunternehmen (25.000) als Polizisten (20.500). Die angeblich korrupten Grenzbeamten waren ausgesprochen freundlich. Wir wurden per Handschalg begrüßt.

Und im Westen des Landes, wo wir fast eine Woche lang auf der Ruta de las Flores unterwegs waren, kamen wir nie in eine brenzlige Situation. Ich glaube sogar, sagen zu können, dass wir nie auch nur nahe dran waren. Darren – ein Engländer, der seit vielen Jahren in El Salvador lebt und ein Hostel in Juayúa betreibt – erzählte uns, dass er hier nie in Schwierigkeiten geraten sei. In den Pubs seiner Heimat gehe es viel gewalttätiger zu.

Bestimmt haben wir in El Salvador besonders viel Vorsicht walten lassen. Wir hatten ja mit dem Schlimmsten gerechnet. Vielleicht hatten wir auch einfach nur Glück. Wer weiß das schon, bevor es einmal zu spät ist? Wahrscheinlicher aber ist, dass sich die Kriminalität auf einige wenige Viertel in San Salvador und anderen Städten konzentriert. Viertel, die Touristen wie wir nie zu Gesicht bekommen. Und so wird die Erfahrung, dass vor Ort alles harmloser ist, als wir es uns vorher ausgemalt hatten, zu einem ständigen Begleiter auf dieser Reise. Wir hoffen, dass das so bleibt.

3 Comments

  1. Hefina

    Sounds like a good place. Confirmation that it is good to have a belief that there is good to be found

  2. natalie

    wart ihr vier Tage unterwegs bis ihr von managua nach san salvador gelangten?

    • Stefan

      Eine Nacht in Matagalpa, zwei in Honduras – sagen wir es so: Wir haben uns vier Tage Zeit gelassen, um die Strecke zwischen diesen beiden Punkten kennen zu lernen.